Aktuell

WM 2016 in Moskau

von Jens Oellien

Goldener WM-Auftakt: Titel für Staffel Schöneborn/Schleu

 

Auftakt nach Maß für die deutsche Mannschaft: Zu Beginn der Weltmeisterschaften in Moskau haben Lena Schöneborn und Annika Schleu (1419p) den Staffel-Wettbewerb gewonnen. Das Duo verwies nach unwiderstehlicher Aufholjagd die Teams aus Großbritannien (1409p) und Weißrussland (1405p) auf die Plätze.

Die amtierenden Europameisterinnen konnten sich wie so oft auf ihre Stärke im Combined verlassen, in das sie als Viertplatzierte mit 50 Sekunden Rückstand gestartet waren. Zuvor hatten Schöneborn (Bonn) und Schleu (Berlin) zwar mit 2:06 Minuten im Schwimmen eine solide Vorstellung gezeigt, dann aber im Fechten an Boden verloren. Nach schwachem Beginn fing sich das Duo und schloss die Disziplin nach einem Zwischenspurt mit einer Bilanz von 17 Siegen und 19 Niederlagen (Schöneborn 11/7, Schleu 6/12) ab.

Durch einen fehlerfreien Ritt brachten sich beide aber in eine gute Ausgangsposition vor dem abschließenden Combined. Wir haben trotz des Rückstandes nie aufgegeben. Annika hat uns mit einem tollen Schießen in eine gute Position gebracht und ich habe die Konkurrenz dann in Schach halten können“, so Schöneborn nach dem Rennen. Silber ging an Samantha Murray/Joanna Muir aus Großbritannien vor Iryna Prasianzowa/Kaziaryna Arol aus Weißrussland.

Zuletzt hatte eine deutsche Frauen-Staffel vor vier Jahren in Rom den Titel gewonnen. Im damals ausgetragenen Modus mit drei Starterinnen siegten Schöneborn und Schleu gemeinsam mit Janine Kohlmann (Potsdam).

Am Dienstag geht die deutsche Männer-Staffel als Titelverteidiger an den Start. Alexander Nobis (Berlin) und Matthias Sandten (Bonn) beginnen um 8:30 Uhr (MEZ) mit dem Schwimmen.

Alle Ergebnisse vom Weltcup-Finale unter http://www.pentathlon.org/events/results/?id=143.

Spitzensport in Deutschland erfolgreicher machen

von Jens Oellien

Spitzensport in Deutschland erfolgreicher machen 

 
Die Diskussion zur Reform des Spitzensports in Deutschland läuft auf Hochtouren und soll nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio mit einem Vorschlag für wirksamere Förderstrukturen beendet werden. Unter der Überschrift „Spitzensport in Deutschland erfolgreicher machen“ haben Ulf Tippelt, Jürgen Wick (beide IAT Leipzig), Harry Bähr (OSP Berlin) und Michael Scharf (OSP Rheinland) einen Beitrag zu dieser Diskussion veröffentlicht. Das Hauptaugenmerk der Autoren liegt darauf, sich „… auf die Änderungsansätze zu fokussieren, die wirklich eine Verbesserung der Struktur des Leistungssportsystems bewirken können…“. Aus den benannten Themen beleuchten sie die Führung des Leistungssports, die Trainerproblematik, die duale Karriere der Athleten sowie die wissenschaftliche Unterstützung des Trainings- und Wettkampfprozesses tiefer und unterbreiten konkrete Vorschläge zur diesbezüglichen Verbesserung der gegenwärtigen Strukturen. In ihrem Fazit stellen sie für eine zielorientierte Führung des Spitzensports die Notwendigkeit eines politisch legitimierten und mit hoher Fach-, Handlungs- und Entscheidungskompetenz ausgestatteten Steuergremiums heraus. Daneben beschreiben sie die Qualifizierung der Trainer-Aus- und -Fortbildung mit einer deutlichen Aufwertung des Berufsbildes Trainer sowie neue Ansätze für eine wissenschaftlich gestützte Qualifizierung des Trainingsprozesses durch die Institutionen des Forschungs- und Serviceverbunds Leistungssport in zielgerichteten Kooperationen mit universitären und außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen als wesentliche Schlüsselaufgaben, um den Spitzensport in Deutschland erfolgreicher zu machen.
 
 
Quelle: IAT Uni Leipzig Newsletter_2016_Mai

World-Cup-Finale

von Jens Oellien

Lena Schöneborn auch beim Weltcup-Finale ganz vorne

Lena Schöneborn siegt auch beim Weltcup-Finale in Sarasota/USA. Die 30-Jährige stand damit bei allen Starts in dieser Saison auf dem Podium. Annika Schleu schloss eine großartige Aufholjagd mit Rang sieben ab. Janine Kohlmann belegte Platz 17.

Nach 2010 und 2011 sicherte sich Schöneborn den dritten Erfolg beim Weltcup-Finale und den achten Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Nachdem sie bereits am Donnerstag mit 25 Fechtsiegen in der Round Robin eine starke Basis legte, war der Erfolgsfaktor am Tag darauf vor allem der fehlerfreie Ritt. Damit machte sie auch die Enttäuschung im Schwimmen (2:22,77 min) wett.

Im Combined trotzte die für die SSF Bonn startetende Schöneborn dem starken Wind und machte rasch den 25-sekündigen Rückstand auf die Litauerin Ieva Serapinaite wett. Auf der Schlussrunde hielt sie die stark aufkommende Ungarin Zsofia Foldhazi in Schach, die im Ziel Platz zwei vor Serapinaite erreichte. „Nach dem intensiven Trainingslager war das Weltcup-Finale eine wertvolle Standortbestimmung für mich. Bis auf das Schwimmen bin ich sehr zufrieden. Nach dem letzten Schießen war ich mir recht sicher, dass es reicht“, so Schöneborn.

Schleu macht großen Schritt Richtung Olympia-Qualifikation

Ebenfalls glücklich im Ziel war Annika Schleu, obwohl die Fecht-Hauptrunde zu Beginn mit nur elf Siegen alles andere als gut verlaufen war. Die Berlinerin zeigte aber große Moral: Mit 2:18 Minuten über die 200-Meter-Schwimmdistanz, 295 Punkten im Reiten und der besten Vorstellungen aller Athletinnen im Combined kämpfte sich Schleu noch auf Rang sieben vor. Allein in ihrer Paradedisziplin konnte die 26-Jährige beeindruckende 17 Plätze gutmachen.

Schon vor den Weltmeisterschaften ist Schleu damit einer der ersten sechs Plätze in der internationalen Olympia-Qualifikationsrangliste kaum noch zu nehmen. Somit wird wohl zwischen ihr und Janine Kohlmann eine interne Entscheidung über die Besetzung der beiden Startplätze für Rio de Janeiro fallen.

Kohlmann hatte vergangenes Jahr durch den sechsten Rang bei den Europameisterschaften in Bath einen Quotenplatz gesichert. In Sarasota belegte die Potsdamerin einen guten 17. Rang. Dass es nicht noch etwas weiter nach vorne ging, lag wohl auch am Reiten, wo sie nur 271 Punkte erreichte. Ansonsten zeigte die 25-Jährige solide Leistungen in allen Disziplinen, wenn auch ohne Ausreißer nach oben.

Am Samstag fällt die Entscheidung bei den Männern.

Ergebnisse unter http://www.pentathlon.org/events/results/?id=144

  

Platz 2: Patrick Dogue mit Traum-Wettkampf beim Weltcup-Finale

Mit dem zweiten Platz beim Weltcup-Finale in Sarasota/USA gelingt Patrick Dogue die beste Platzierung eines deutschen Fünfkämpfers seit 2007. Christian Zillekens kämpft sich bei seinem Comeback auf Platz 17, Stefan Köllner wird 31.

Die Durststrecke der deutschen Männer-Mannschaft im Modernen Fünfkampf ist endgültig vorbei. Schon Christian Zillekens (Potsdam) hatte als Fünfter und Sechster bei den Weltcups in Rom und Rio de Janeiro für dicke Ausrufezeichen gesorgt. Stefan Köllner (Potsdam) hatte sich mit Rang zehn in Kecskemét in der Weltspitze zurückgemeldet.

Beim Aufeinandertreffen der 36 besten Athleten der Saison wuchs nun Patrick Dogue über sich hinaus und erreicht mit dem zweiten Platz (1476p) sein bestes Karriere-Resultat. Der 24-Jährige sorgte damit für den größten deutschen Erfolg im Männer-Weltcup seit dem Sieg von Eric Walther vor neun Jahren in Kairo.

Dabei hatte der Wettkampf für den deutschen Meister des vergangenen Jahres zwar gut, aber nicht überragend begonnen. Mit 18 Siegen aus 35 Kämpfen sortierte sich Dogue im Mittelfeld des Klassements ein. Dies änderte sich auch nicht im Schwimmen, bei dem er aber mit 2:06 Minuten eine für ihn sehr respektable Zeit abliefern konnte. Einen deutlichen Sprung nach vorne machte der Potsdamer dann durch einen fehlerfreien Ritt. Von Platz 10 gestartet gelang ihm im Combined dank der schnellsten Zeit des gesamten Feldes der große Coup.

„Ich wusste vor dem Combined, dass es ein gutes Resultat werden kann. Ans Podium habe ich aber ehrlich gesagt nicht gedacht. Beim dritten Schießen war ich echt nervös, die letzte fehlerfreie Serie war dann natürlich ein Traum“, so Dogue nach dem Wettkampf.

Zillekens erneut mit beeindruckender Vorstellung

Lange Zeit sah es auch nach einem traumhaften Comeback für Christian Zillekens aus. Der 20-Jährige hatte nach seinem Fußbruch, den er sich Anfang April beim Wettkampf in Rom zugezogen hatte, kaum trainieren können. Trotzdem mischte er erneut die Weltelite im Fechten auf und schloss die Disziplin mit 23 Siegen auf Rang zwei ab. Nach 2:09 Minuten im Schwimmen gelang  ihm mit 294 Punkten ein starker Ritt. Allerdings machte sich die lange Pause bei der 3.200-Meter-Laufstrecke doch bemerkbar. Nach großem Kampf sicherte sich Zillekens aber als 17. (1435p) weitere wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation.

Stefan Köllner erwischte in Sarasota nicht seinen besten Tag. Nach nur 13 Siegen im Fechten und vielen Strafpunkten im Reiten stand am Ende der 31. Platz (1278p) zu Buche.

Die Entscheidung über die Startplätze bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (5. – 21. August) fällt bei den Weltmeisterschaften in Moskau. Bei den Wettkämpfen vom 22. bis 29. Mai qualifizieren sich die drei Medaillengewinner. Zudem werden die entscheidenden Punkte für die internationale Rangliste vergeben, über die sich dann die jeweils besten sechs, noch nicht qualifizierten Athletinnen und Athleten die letzten Rio-Tickets holen. Mit einem guten Resultat könnten Patrick Dogue und Christian Zillekens zu diesen Glücklichen gehören.

Alle Ergebnisse vom Weltcup-Finale unter http://www.pentathlon.org/events/results/?id=144

DVMF- Neuer Präsident

von Jens Oellien

Michael Scharf zum neuen DVMF-Präsidenten gewählt

Michael Scharf ist neuer Präsident des Deutschen Verbandes für Modernen Fünfkampf (DVMF). Der 54-Jährige erhielt von den Delegierten des außerordentlichen Verbandstages am 24. April in Berlin ein einstimmiges Votum.

Der hauptberufliche Leiter des Olympiastützpunktes Rheinland wird den DVMF vorerst bis zum Ende des Jahres führen, wenn die Amtsperiode des 2012 gewählten Präsidiums turnusgemäß endet. "Ich freue mich über das Vertrauen aus den Landesverbänden und bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Sportart stellen können", so Scharf. Hierzu kündigte er Regionalkonferenzen an, bei denen auch über die zukünftige Verbandsstruktur beraten werden soll.

Dem Modernen Fünfkampf ist Scharf seit über 40 Jahren verbunden. In seiner aktiven Zeit als Athlet wurde er fünfmal Deutscher Meister im Einzel und mit der Mannschaft. Seinen größten Erfolg feierte der gebürtige Bonner mit Platz neun bei den Weltmeisterschaften 1986. Seit über drei Jahrzehnten gehört Scharf dem Präsidium des nordrhein-westfälischen Landesverbandes an. Im DVMF war er von 2002 bis 2004 als Bundestrainer für die Frauen-Mannschaft verantwortlich sowie zuletzt Wissenschaftskoordinator.

Das Präsidentenamt im DVMF war seit dem Rücktritt von Olaf Kleidon im November des vergangenen Jahres vakant. Eine Findungskommission um Ehrenpräsident Dr. h.c. Klaus Schormann und Vertreter der Landesverbände hatte Scharf als Nachfolgekandidaten vorgeschlagen.

Zum neuen Wissenschaftskoordinator des DVMF wurde Lothar Heine benannt. Heine ist seit 25 Jahren Leitender Trainingswissenschaftler am Olympiastützpunkt Brandenburg.

IDM Männer 2016

von Jens Oellien

Nobis sichert sich deutschen Meistertitel 2016

Alexander Nobis hat in Berlin seinen ersten deutschen Meistertitel gefeiert. Der 25-jährige setzte sich bei den Wettkämpfen mit internationaler Beteiligung gegen starke Konkurrenz durch. Meister bei den Junioren wurde Steven Jenner aus Potsdam.

39 Athleten aus zehn Nationen, darunter neben der nationalen Elite auch Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften sowie Weltcups: Bei den offenen Deutschen Meisterschaften der Männer traf in Berlin ein hochkarätiges Starterfeld aufeinander. Den Sieg sicherte sich Lokalmatador Alexander Nobis mit 1479 Punkten.

Der Staffel-Weltmeister des vergangenen Jahres zeigte mit 32 Siegen aus 38 Kämpfen eine überragende Vorstellung im Fechten. Spannend war die Entscheidung aber trotzdem, da sich Nobis mit 2:07 Minuten über die 25-Meter-Schwimmbahn zum Auftakt nur im Mittelfeld platziert hatte. Durch 30 Strafpunkte im Reiten schob sich das Feld schließlich vor dem Combined noch einmal zusammen. Dort lieferte sich der Berliner einen spannenden Kampf mit dem Franzosen Alexandre Henrard und dem Tschechen Martin Vlach, den er schließlich knapp für sich entscheiden konnte.

Platz zwei und drei in der nationalen Wertung gingen an den Potsdamer Fabian Liebig (Platz 5, 1462p) und den Bonner Matthias Sandten (Platz 9, 1426p). Neuer deutscher Junioren-Meister ist Steven Jenner (Potsdam), der Jan Kaufmann (Berlin) und seinen Bruder Timothy Jenner (Potsdam) auf die Plätze verwies.

Die Deutschen Meisterschaften bei den Frauen finden im Oktober ebenfalls in Berlin statt.

3. World Cup

von Jens Oellien

Weltcup in Rom: Zillekens stößt mit Platz 5 in Weltspitze vor

Nur drei Wochen nach seinem überraschenden 6. Platz hat sich Christian Zillekens (Potsdam) beim Weltcup in Rom noch einmal steigern können. Der erst 20-Jährige zeigte erneut einen fantastischen Wettkampf und wurde am Ende mit Rang 5 (1478p) belohnt. Patrick Dogue (Potsdam) und Matthias Sandten belegten die Ränge 27 und 35.

Schon sein sechster Rang in Rio de Janeiro war die beste deutsche Einzel-Platzierung bei den Männern seit gut vier Jahren. Nun hat Christian Zillekens mit Platz 5 in der italienischen Hauptstadt noch einen draufgesetzt. Der Jugend-Weltmeister von 2013 zeigte schon im Fechten keine Angst vor großen Namen und platzierte sich mit 22 Siegen im Vorderfeld. Mit einer Zeit von 2:07 Minuten rief er auch über die 200-Meter-Schwimmstrecke sein Potenzial ab.

Ein fehlerfreier Ritt spülte ihn dann auf den zweiten Rang vor, den er im Combined bis zum letzten Schießen halten konnte. Dort leistete er sich leider neun Fehlschüsse, konnte aber dennoch das Spitzenergebnis halten. Valentin Prades (1492p) und Christopher Patte (1489p) sorgten für einen französischen Doppelsieg. Das Podium vervollständigte Jan Kuf aus Tschechien (1485p).

Dogue und Sandten nicht im Vorderfeld

Während sich Zillekens damit eine vielversprechende Ausgangsposition im Kampf um die Olympiatickets verschaffte, konnten sich die anderen deutschen Finalisten nicht in Szene setzen. Patrick Dogue und Matthias Sandten beendeten den Wettkampf auf den Rängen 27 und 35. Beide mussten einen enttäuschendem Start im Fechten (14 bzw. 13 Siege) hinnehmen, Sandten verlor dazu im Reiten (241p) viel an Boden.

Der 23-jährige Bonner hat aber bereits morgen die Chance für einen versöhnlichen Ausklang des Weltcup-Wochenendes. Gemeinsam mit Ronja Döring (Berlin) geht er in der Mixed-Staffel an den Start.

3. World Cup

von Jens Oellien

Platz 2 in Rom: Schöneborn weiter in bestechender Form

Lena Schöneborn (Bonn) hat sich auch beim dritten Weltcup der Saison einen Podestplatz gesichert. In Rom musste sich die 29-Jährige als Zweite (1383p) nur der Weltranglistenersten Laura Asadauskaite (1417p) aus Litauen geschlagen geben. Auch die Berlinerin Annika Schleu wusste mit Platz 8 (1347p) erneut zu überzeugen.

Es war mal wieder eine beeindruckende Vorstellung im Fechten, mit der Lena Schöneborn die Grundlage für die Fortsetzung ihrer Erfolgsserie gelegt hat. Mit 27 Siegen bei nur acht Niederlagen - im Übrigen die gleiche Bilanz wie bei ihrem Olympiasieg 2008 - setzte sich die amtierende Weltmeisterin gleich zu Beginn an die Spitze des Feldes. Dass es am Ende nicht ganz für den Sieg, aber für einen starken zweiten Rang reichte, lag an Laura Asadauskaite. Die Olympiasiegerin von London und Weltranglistenerste erwischte einen "Sahnetag" mit 26 Siegen im Fechten, 2:20 Minuten im Schwimmen, einem fehlerfreien Ritt und gewohnt hervorragender Laufform (zweitbestes Combined).

Schöneborn sicherte aber den Silberrang souverän ab: Dabei steigerte sie sich im Vergleich zur Qualifikation um mehr als eine Sekunde über die Schwimmdistanz und musste bei der sehr selektiven Reitkonkurrenz nur zwei Abwürfe und einen Zeitfehler (285p) hinnehmen. Im Combined hielt sie die Konkurrenz, insbesondere die stark aufkommende, drittplatzierte Weißrussin Anastasiya Prokopenko, in Schach.

Schleu erneut in den Top 10

Sehr zufrieden konnte auch Annika Schleu sein. Nach durchwachsenem Start (16/19 im Fechten, 2:19min im Schwimmen) arbeitete sie sich mit nur einem Abwurf im Reiten (293p) nach vorne. Erneut zeigte sie sich im Combined gut aufgelegt und nutzte ihre gute Ausgangsposition zu einem starken achten Gesamtrang. Nach dem hevorragenden Saisonstart in Kairo, ihrem besten Karriereresultat als Zweite, hat sich die 25-Jährige nun eine gute Ausgangsposition in der internationalen Qualifikationsrangliste für die Olympischen Spiele verschafft.

Die EM-Sechste des vergangenen Jahres, Janine Kohlmann (Potsdam), war etwas überraschend knapp in der Qualifikation gescheitert. Das gleiche Schicksal ereilte Ronja Döring (Berlin). Im Männer-Finale am Samstag starten Christian Zillekens, Patrick Dogue (beide Potsdam) und Matthias Sandten (Bonn).

Stimmen

Lena Schöneborn: "Das Fechten war natürlich wieder eine tolle Grundlage. Das Feld wurde im Reiten noch einmal ziemlich durcheinandergewürfelt, aber die Ausgangsposition stimmte. Ich konnte die Spannung hochhalten und den zweiten Platz recht sicher nach Hause laufen."

Annika Schleu: "Ich hatte einen etwas schleppenden Start in den Tag, aber mein Pferd und ich haben sehr gut zusammengepasst. Das Combined lief super, nur beim dritten Schießen hatte ich ein paar Probleme. Ich bin sehr glücklich über das Resultat."

Alle Ergebnisse unter http://www.pentathlon.org/events/results/?id=141

Lena Schöneborn trumpft auch beim zweiten Weltcup auf

von Maike Schramm

Lena Schöneborn

Eine gelungene Generalprobe gab es für Lena Schöneborn auf dem Olympiagelände von Rio de Janeiro. Hinter der Italienerin Claudia Cesarini belegte sie einen sehr guten zweiten Platz. Diesmal erwischte Lena einen nicht so guten Start, doch kämpfte sich beim Fechten durch Bonuspunkte wieder auf den auf vierten Rang vor. Anschließend verlor sie durch zwei Abwürfe beim Reiten erneut an Boden und ging als Elftplatzierte in den abschließenden Combined-Wettkampf. Bei sintflutartigen Regenfällen konnte Lena einmal mehr in ihrer stärksten Disziplin überzeugen und belegte schließlich Platz zwei.

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Gelungene Premiere für Hans-Jörg Kuck in Dubai

von Maike Schramm

Hans-Jörg Kuck
Hans-Jörg Kuck (Foto vom Veranstalter)

Nach der kurzfristigen Absage des eigentlich geplanten Saisonauftakts bei den Biathle Middle-East-Meisterschaften in Dubai, stand als Alternative ein Hochhauslauf auf dem Programm, eine Premiere für den Biathleten Hans-Jörg Kuck in seiner langen sportlichen Laufbahn.
Dementsprechend nervös stand er an der Startlinie, nicht wissend was ihn in den nächsten 42 Stockwerken erwartet. 8 Etagen durch das Parkhaus, dann 34 Etagen Treppenhaus.

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Paula Adam Neuss

von Jens Oellien

Paula Adam aus Neuss ist Kandidatin bei der Sportlerwahl der Neuss Grevenbroicher Zeitung.
Bitte folgt dem Link und stimmt zahlreich für Paula.